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Was Musikstreaming angeht sind die Schweden von Spotify die unangefochtene Nummer Eins. Selbst Größen wie Amazon, Google oder Apple konnten der im Jahr 2008 gestarteten App zum Musikstreamen wenig entgegenhalten. Stattdessen sprangen alle anderen in den Markt mit ein, der Wachstumsraten verspricht. Um dieses Wachstum voranzutreiben setzt Spotify nun auf „Sponsored Songs“, also Vorschläge für die sich Spotify bezahlen lässt. Das hat das Unternehmen auch bitter nötig, denn die Zahlen sind weiterhin tiefrot.

Manch einem User müsste das neue „Feature“ bereits aufgefallen sein. Über der Song-Liste in einer Playlist prangt plötzlich ein Banner mit einem Vorschlag. Das vorgeschlagene Lied kann auch sofort gehört und runtergeladen werden. Ganz bequem versteht sich. Der Vorschlag stammt indes von Spotify selbst, die durch die Bewerbung bestimmter Songs auf weitere finanzielle Mittel hoffen. Twitter User Liam Maloney zeigt uns wie das Ganze aussieht:

Spotify Sponsored Songs

Hier sieht man den Musik-Vorschlag „Call Me von NEIKED“, der gleich über den Songs der angesteuerten Playlist liegt. Laut Spotify werden auch diese „Sponsored Songs“ dem Musikgeschmack des Users entsprechen. Wer also leidenschaftlicher Hard Rock Hörer ist, wird also kein Blues-Titel in diesem Banner sehen. Derzeit ist das Feature nur für die Nutzer der kostenlosen Version zugänglich, kann aber deaktiviert werden. Dafür muss man einfach in die Einstellungen und dort den Punkt „Show Sponsored Songs“ ausschalten. Immerhin: wenn für diese Musikvorschläge weniger Werbung zwischen zwei Songs läuft, kann man das nur begrüßen. Jedenfalls sind Premium-Nutzer von dieser Art Vorschläge befreit.

Trotz 140 Millionen Nutzer, von denen 50 Millionen das kostenpflichtige Abo (9,99 Euro regulär) verwenden, kommt Spotify auf keinen grünen Zweig. Erst letztes Jahr sammelten die Schweden eine stolze Summe von einer Milliarde Dollar Investorengelder ein. Sie machten im gleichen Jahr aber einen operativen Verlust von 389 Millionen Dollar geltend. Das Geld der Investoren muss nicht nur umsichtig ausgegeben werden, Spotify muss auch nach anderen Einnahmequellen suchen. Und was bietet sich da mehr an als Werbung?